Ich wurde am 5. Juli 1968 glücklicherweise kurz vor dem Pillenknick in der Stadt Bern geboren. 1978 zog meine Familie ins ländliche Schlosswil, was für mich als SCB-Fan gravierende Folgen hatte, da auf dem Pausenplatz die SCL-Fans massiv in der Überzahl waren. Es folgten die Sekundarschule in Grosshöchstetten und die naturwissenschaftliche Matura am Gymnasium Bern-Kirchenfeld, ein Jus- und Wirtschaftsstudium an den Universitäten Bern und Genf sowie das höhere Lehramt als Lehrer für Wirtschaft und Recht.

Mit 17 trat ich zum ersten Mal einer politischen Partei bei: dem Landesring der Unabhängigen. Sein Gründer, Gottlieb Duttweiler, beeindruckte mich mit seiner Biografie als Politiker und Unternehmer. Seine Aushängeschilder, der Präsident Franz Jäger, die Nationalräte Monika Weber und Paul Günter, beeindruckten mich mit ihrer Energie und ihrer eigenständigen, blockfreien Politik. Das Bekenntnis zu einer sozial-liberalen Marktwirtschaft, die auf einem ökologischen Fundament aufbaut, entspricht immer noch meiner politischen Grundhaltung, die ich heute bei den Grünliberalen vertreten finde. Da es den LdU auf dem Land real nicht gab, engagierte ich mich in meiner Jugend kurz auch in der SP Grosshöchstetten, einer Land-SP-Sektion, in der ich mich eigentlich noch wohl fühlte. In Schlosswil durfte ich jeweils an den Gemeindeversammlungen hautnah erleben, wie Politik in einer kleinen Berner Landgemeinde lebt und gelebt wird. Fünf von sieben Gemeinderäten gehörten der SVP an.

Nach meinem Auszug von zu Hause nach Bern in eine Mansarde zu meiner Grossmutter engagierte ich mich in der Stadt Bern wieder im LdU und durfte miterleben, wie im 1992 „RGM“ entstand und 1996 Claudia Omar vom LdU in den Gemeinderat der Stadt Bern gewählt wurde. Ich persönlich vertrat den LdU von 1990–1993 in der Schulkommission des Gymnasiums Bern-Kirchenfeld. Mein erstes öffentliches, politisches Amt. Leider löste sich der LdU der Stadt Bern 1998 auf. Es folgten diverse politische Engagements als Unabhängiger, bis ich 2003 mit meiner Familie nach Köniz zog und mich dort in der lokalen GFL (Grüne Freie Liste) im Vorstand engagierte. Leider fusionierte die GFL anschliessend mit dem Grünen Bündnis und löste sich ebenfalls auf. Dies öffnete eine Lücke für eine neue ökoliberale Partei in Köniz: Die Grünliberalen Köniz, die ich 2009 mitgründete.

Mit meiner Frau und unseren vier Kindern lebe ich seit 2003 in der äusserst lebenswerten Holzbau-Reihenhaussiedlung Strassweid in Mittelhäusern. Ich habe mich in das Sense-Schwarzwasser-Gebiet verliebt und geniesse die Könizer Kultur- und Kulinarikorte, sei es im Schloss im Kulturhof, im Al Campo bei Musik im Park, in der Heiteren Fahne am Gugus Gurten oder in der Vidmarhalle im Le Beizli. Ich habe definitiv in Köniz Wurzeln geschlagen und bin sowohl Berufs- wie Freizeitkönizer geworden. Mein liebstes Hobby, das Fussballspielen, musste ich leider wegen Knie- und Rückenproblemen aufgeben. Nun verfolge ich halt als Zuschauer die Fussballkünste meiner Kinder beim FC Sternenberg und FC Thörishaus. Und ab und zu beschert uns ja der FC Köniz Cup-Sternstunden auf dem Liebefeld. Als Aktivsportler habe ich mich gegen Golf und für die Fitness entschieden und schwitze regelmässig im Flowerpower. Ich esse gerne Moules und spiele noch lieber Boules (Pétanque), in der Regel am Freitagabend und am Habercup. Daneben bin ich ein grosser Kinofan, Velofahrer, Mehrfachzeitungsleser, Honigliebhaber und Xamax-Fan.

In den Sommerferien bleibe ich am liebsten in unserer schönen Region und im Herbst zieht es mich öfters ins Bel Paese. Da darf dann im Radio aus Nostalgie gerne auch mal Alice, Gianna Nannini oder Lucio Dalla laufen. Auch Jovanotti hat Platz. Man muss ja mit der Zeit gehen. Auf meinem Italohit-Podest stehen aber in dieser Reihenfolge: 1. Francesco de Gregori. 2. Zucchero 3. Edoardo Bennato. An Italien finde eigentlich alles perfetto: Land und Leute, Essen und Trinken, die Western und die Spaghetti, il mare, il sole. Tutto. Ja, ich würde mich als italophil bezeichnen. Tutto? Die Politik und die Politiker, den Verkehr auf den Autobahnen, den Nichtverkehr im ÖV, die Sauerei und die Plastiksäckli auf den Raststätten, die burocrazia, den menefreghismo und die Mafia kann ich natürlich nicht ausstehen. Aber sonst: Bella Italia!